| Ohrenfledermaus Die Ohrenfledermaus, Langohrige Fledermaus, das Gross- oder Langohr (Plecotus auritus) erreicht bei einer Flugweite von 24 cm eine Länge von nur 8,4 cm, wovon über 4 cm auf den Schwanz gerechnet werden müssen; das Ohr, welches ausser allem Verhältnis zur Leibeslänge steht, misst 3,3 cm. Lange Haare besetzen das Gesicht bis an den Hinterrand der Nasenlöcher und rings um die Augen; weissliche Barthaare hängen an den Seiten bis über den oberen Lippenrand abwärts; der übrige Pelz ist ziemlich lang, in der Färbung veränderlich, oberseits graubraun, auf der Unterseite etwas heller, bei jungen Tieren dunkler als bei alten. Die Ohrenfledermaus findet sich in ganz Europa, mit Ausnahme derjenigen Länder, welche über den 60. Grad nördlicher Breite hinausliegen. Sie ist nirgends selten, im nördlichen und im mittleren Deutschland sogar eine der gewöhnlichen Arten, lebt aber nicht in grossen Gesellschaften beisammen. Überall hält sie sich in nicht allzu grosser Entfernung von menschlichen Wohnungen auf, schläft im Sommer auch ebensooft hinter Fensterläden wie in hohlen Bäumen und kommt im Winter ebenso gern in Keller und andere Gewölbe wie in Kalkhöhlen und Stollen. Im Fluge krümmt sie gewöhnlich das riesenmässige, wegen seiner zahlreichen Querfalten leicht bewegliche weiche Ohr nach aussen und bogig abwärts, so dass dann bloss die spitzen, langen Ohrdeckel vorwärts in die Höhe stehen. Wenn sie hängt, schlägt sie meist die Ohren unter die Arme zurück. Bereits im Oktober zieht sie sich in ihre Schlupfwinkel zurück und dehnt ihren Winterschlaf bis gegen den März aus. Ende Juni oder Anfang Juli bringt sie ihre Jungen zur Welt. Die Nahrung besteht wohl nur aus Kerbtieren, welche sie im Fluge fängt. |
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